Aus dem Sagenreichtum der Alpen

“Aus dem alpinen Raum sind eine Vielzahl von Geschichten überliefert. Sie erzählen von historischen Ereig­nissen einerseits, von unerklärlichen Naturphänomenen andererseits. Es sind Geschichten aus alten Zeiten, die über Generationen mündlich weitergegeben wurden. Als Quelle für die Geschichts­schreibung und für lebendige Traditio­nen im Alpenraum sind diese Überlie­ferungen immaterielles Kulturgut. Die letzten grossen Sagen­ und Märchen­sammlungen sind…”

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Text: Marc Philip Seidel: Von Bergstürzen und Goldschätzen – Aus dem Sagenreichtum der Alpen, erschienen im Nike Bulletin 02/2018.

29.06.-19.10.2018: Ünschi Sagäwält, Klosters

Ausstellung vom 29.06.-19.10. (Mo.-Fr. 15:00-17:00)
im Rahmen der Reihe “Die Alpen im Spiegel ihrer Geschichten.
mit Gemälden von Patrick Devonas zu Bündner Sagen.
im Nutli Hüschi, Monbielerstrasse 11, 7250 Kloster
Vernissage: Freitag, 29. Juni 2018, (15:00-19.00)

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Altmeisterliche Technik als zeitloses Medium
Gerade die alten malerischen Techniken, so Devonas weiter, würden sich hervorragend für die Darstellung der Sagenwelt eignen. Sie stammen aus einer Zeit, in der die Kunst noch Geschichten erzählte und sich Metaphern, Archetypen und Legenden befasste. Diese Art der Darstellung sei und bleibe, so Devonas immer verständlich und keinem kurzlebigen Zeitgeist unterworfen. Ebenso sieht Devonas eine wesentliche Funktion der Geschichte darin, die Gegenwart zu verstehen und kritisch zu hinterfragen.

Ähnlich sieht es Barbara Gujan, Leiterin des Museums Nutli Hüschi in Klosters: “In der 450-jährigen Walserstube unseres Museums wurden schon manche Geschichten weitergegeben. Mit der Ausstellung “ünschi Sagäwält” im Rahmen des Projektes ‹alpensagen.ch› wollen wir einen Beitrag leisten, dass unsere Geschichten und ihre Weisheiten auf die kommende Generation übergehen. Den ganzen Sommer über finden Lesungen und Sagenabende statt. Auch die Hörspielproduktionen, die Theater- und Malworkshops werden dazu beitragen, es den Kindern zu ermöglichen, die Sagen und Legenden unserer Region aktiv als Teil ihrer Identität zu erfahren und zu begreifen.”

Lesungen, Hörspielproduktionen, Malwerkstätten und Theater
Werden die Sagen bereits in den Bildern von Patrick Devonas auf eine neue Weise erlebbar, eröffnen im Rahmen der Ausstellungen Lesungen von einheimischen Erzählern Einheimischen und Gästen neue Wege die Sagen und Legenden auf eine vielfältige und lebendige Weise zu erleben. Damit sich die Schatztruhe des alpinen Erzählgutes auch für die Kinder öffnet, finden im Rahmen des Projektes zahlreiche Aktivitäten statt: Während einer Projektwoche erarbeiten die Schüler der Primarschule Klosters unter professioneller Anleitung Hörspiele rund um die Sagenwelt, verarbeiten die Stoffe zu kurzen Theaterstücken und realisieren zusammen mit Patrick Devonas ein gemeinsames Sagengemälde von rund 3.5 Metern
Länge und 2 Metern Höhe.

> www.alpensagen.ch
> www.museum-klosters.ch